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Montag, 23. April 2012

ShareCamp 2012 - Born2Share

Am letzten Wochenende (21.04.2012 - 22.04.2012) fand in der Microsoft Zentrale in Unterschleißheim das mittlerweile 3. ShareCamp statt. Ich war bereits zum 2. Mal dabei und muss sagen, dass es auch diesmal wieder eim großer Erfolg war und ich auch nächstes Jahr wieder anwesend sein werde.

An dieser Stelle geht nochmals ein großer Dank an die Verantwortlichen Michael Greth, Thorsten Hans, Christian Glessner, das Microsoft Team aus Unterschleißheim, die Sponsoren und natürlich die Speaker und Teilnehmer, denn ohne diese wäre selbst ein so gut organisiertes Event kein Erfolg. An 2 Tagen waren rund 200 Teilnehmer (ausgebucht) anwesend und haben sich in den 55 Sessions bestens aufgehoben gefühlt. Das ShareCamp ist keine typische Konferenz. Das ShareCamp wird als BarCamp veranstaltet und lebt somit von den Teilnehmern und der Community. Auch dieses Jahr haben sich wieder viele Freiwillige und engagierte ShareCamp'ler gefunden, um Ihr Wissen zu teilen oder auch um Diskussionsrunden zum Leben zu erwecken.


Nun aber zum eigentlichen Inhalt. Der Samstag hat um 8:30 Uhr mit der Registrierung begonnen. Im Anschluss gab es noch eine kurze Begrüßung durch die Organisatoren bevor es danach an die Sessionvorschläge und Agenda-Planung gegangen ist. Es stand nun die Qual der Wahl an und ich habe mich für die folgenden Sessions am Tag 1 entschieden.
Den Anfang habe ich mit einem Vortrag von Adis Jugo zum Thema "Sind gute SharePoint-Lösungen nur ein Mythos?". Es war ein interessanter Beitrag, in dem es um die Architektur von SharePoint-Lösungen ging. SharePoint wird mittlerweile als eine der Plattformen für Enterprise-Lösungen angesehen, die Entwicklung von guten SharePoint-Lösungen wird derzeit jedoch häufig unterschätzt. Das Problem liegt nicht an der Entwicklung selbst, vielmehr ist hier das Problem bei den Unternehmen zu suchen, denn gute SharePoint-Lösungen kosten Zeit und somit viel Geld, ein Faktor der in fast jedem Unternehmen selten akzeptiert wird. Mein Fazit: gute SharePoint-Lösungen sind kein Mythos!

Im nächsten Beitrag "Building an Enterprise youtube library with Office365 and 365tube" ging es um ein cloudbasiertes Videoportal, dass Office365 als Darstellungsmedium nutzt. Es kommen hier weitere Dienste wie z.B. aws amazon oder auch transloadit zum Einsatz. Zum Schluss der Präsentation hat Heike Ritter auch Einsatz der Windows Azure Media Services genannt. Nun war erstmal an der Zeit für Pasta, Coke und Kaffee :-)

Den zweiten Teil der Tages habe ich mit "denzman - DocAve 6 Extrem" gestartet, in der Hoffnung, dass Michael wie am Morgen versprochen die Hosen runterlässt ;-). Michael hat die Hosen runtergelassen, jedoch nur im Zusammenhang mit der neuen Version von DocAve 6 zum Glück aller Teilnehmer :-). Es wurden die Funktionalitäten des Produktes aufgezeigt und an einigen kurzen Beispielen und Konfigurationseinstellungen aufgezeigt. Das Produkt macht einen guten Eindruck. Die Möglichkeiten sind breit gefächert und für einen Einsatz müssen die Anforderungen natürlich vorhanden sein.

Die nächste Session war eines meiner persönliches Highlights des diesjährigen ShareCamp. Ob es nun an Intranet-Babett oder der wirklich gelungenen Präsentation zum Thema "Stell dir vor, es gibt ein Intranet und keiner macht mit! Lust auf erfolgreichere Sharepoint-Projekte?" von Steffi Gröscho lag? Es wurde über Fehler und Lösungen im Umgang mit dem Intranet diskutiert. Welche Rollen tätigen welche Fehler, wieso wird das Intranet nicht genutzt? Mehr als 50% der Intranets werden nach 6 Monaten nicht mehr genutzt, eine erstaunlich große Zahl! Im Anschluss hat Steffi anhand der Beispiele mit Intranet-Babett Anregungen, Lösungsvorschläge und für mich jede Menge Inspirationen geboten. Vielen Dank dafür!

Der nächste von mir besuchte Beitrag handelte um das Thema "InfoPath " und wurde von Daniel Mettler gehalten. Er hat aus einem Kundenprojekt berichtet und den Umgang mit Regeln, Ansichten und Konfigurationsdateien gezeigt.

Das war die letzte Session, die ich am Tag 1 besucht habe, obwohl noch ein weiterer Track anstand. Ich habe mich jedoch zu diesem Zeitpunkt etwas ermüdet von der Welcome Party am Vorabend gefühlt und den Abend bei einem weiteren Bier ausklingen lassen ;-)

Der 2. Tag fing mit dem nächste Highlight an und zwar hat Patrick Heyde von Microsoft das Thema "SharePoint Debugging - Die schwarze Magie von Microsoft" beleuchtet. Eine höchst interessante Geschichte und vorallem kann es in manchen Situationen zum Lebensretter werden. Debugging ohne Visual Studio und für jedermann, Beschäftigung mit den Tools vorausgesetzt. Patrick hat das Ganze hervorragend erklärt und an einem Beispiel aufgezeigt, wo wir letztendlich den Fehler im Code (Sleep = 2000) gefunden haben. Requests absetzen, Dump erstellen, Analysieren und schwups war der Fehler gefunden. Es sah sehr einfach aus. Ich gehe jedoch mal aus, dass man sich ausgiebig mit den Tools beschäftigen muss, um auch in dieser Zeit zum Ergebnis zukommen.

Dann gab es einen Beitrag von Martina Grom zum Thema "Office 365 Hybrid oder doch Cloud". Für mich eine sehr interessante und gelungene Präsentation, wir haben die 60 Minuten auf 80 Minuten ausgedehnt, aber hätten auch gerne noch weitere Minuten anhängen können. Martina hat die Unterschiede und Anforderungen von Office 365 in vielen Variationen aufgezeigt und Tipps und Tricks aufgezeigt. Ich nutze für mich derzeit auch ein Office 365, aber es wird Zeit, dass auch entsprechende Projekte im diesem Bereich anstehen. Es wird Zeit, dass ich mich hier tiefer mit beschäftigen werde.

Nachdem es gestern Pasta gab, durfte heute die Pizza natürlich nicht fehlen :-)

Die letzten 2 Sessions standen nun noch auf dem Programm. In einer kleinen Runde mit Thomas Tuttenuj, Andreas Knauer, André Stalter und einer weiteren Person (der Name ist mir leider entgangen) haben wir uns dem Thema "SharePoint - Breite oder Tiefe" gewidmet. Wir haben diskutiert, ob es Sinn macht WebApplication oder auch SiteCollections in der Breite oder in der Tiefe aufzubauen. Wir haben mögliche Szenarien durchleuchtet, Abgrenzungen auf den einzelnen Ebenen (z.B. MySites, Navigation auf WebApplication-Ebene oder Restore einzelnen Datenbanken auf SiteCollection-Ebene) diskutiert. Wir sind jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass es auf die Anforderungen ankommt und man in der Regel Abgrenzungen akzeptieren muss. Es gibt keine eindeutige Vorgehensweise.

Jetzt ging es mit hohen Erwartungen in die "K2 Forms" Session, die eigentlich von Marek gehalten werden sollte, der jedoch leider nicht erscheinen konnte. Jürgen hatte jedoch einen Ersatz besorgt und über Skype und Video noch eine Session organisiert. Da ich viel mit Nintex arbeite war ich natürlich sehr interessiert, wie K2 sich dem Thema der Prozess- und Formsabbildungen annimmt. Es war ein interessanter Beitrag. Bewertungen werde ich hier aber nicht vornehmen :-)

Dann mal weiterhin viel Spass beim ShareCampen :-)
Patrick